Wie mein Herz & Verstand mit 4 Aktenordnern glücklich wurden

Wenn in uns die Unruhe steigt, dann hilft uns Ordnung im Außen.
Eine Win-Win-Situation für Herz und Verstand!

In einer Woche fahre ich in meine Kur und vor mir liegt der übliche Berg von Dingen, die unbedingt vorher erledigt werden müssen. Ich spüre die Vorfreude auf meine Reise und ebenso die Unruhe, die mir angstvoll mitteilt, dass ich das alles vielleicht doch nicht schaffen werde. Mein Verstand sucht schon nach Ersatzwegen und ich spreche mir gut zu, dass alles wie immer prima laufen wird.

Da steigt plötzlich der dringende und drängende Wunsch in mir auf, JETZT die vier Aktenordner auszumisten, die mir schon seit Wochen ins Auge fallen, da sie fast überquellen.

Mein Verstand ist entsetzt und tobt

„„Hast du den Verstand verloren? Ausgerechnet jetzt Aktenordner sichten?“ fragt mein Verstand. „Lass die Finger von den Ordnern, das ist ein Fass ohne Boden Carolin! Tu es nicht!!!“ Seine Stimme überschlägt sich fast vor Verzweiflung.

„Doch tu es jetzt, das ist eine gute Idee meine Liebe,“  argumentiert eine weiche recht ruhige Stimme in mir. „Sichte deine Akten, miste sie aus, ordne sie neu. Jetzt!“

„Hast du deine To-Do-Listen überhaupt noch im Blick?“ ruft mein, mit dieser Situation völlig überforderter Verstand. „Wie willst du das auch noch schaffen? Du willst in wenigen Tagen verreisen! Und du wolltest diesmal keine Arbeit mit in den Urlaub nehmen! Jetzt denkst du über Zusatzarbeit nach.“ Er scheint wirklich außer sich zu sein und nimmt Anlauf ordentlich Druck auf mich auszuüben: Kopfweh, schlechtes Gewissen und so.

Da meldet sich die freundliche sanfte Stimme wieder: „Die Akten warten auf dich“, fordert sie mich leise auf. Ihre weiche sanfte Art berührt mich, sie spricht mich einfach mehr an, als die teilweise doch recht lauten und angstmachenden Argumente meines Verstandes.

Ich folge der sanften Stimme in mir

Ich nehme mir einen Ordner nach dem Anderen vor. Ich sichte, entmiste und sortiere neu. Derweil sich äußerlich mein Arbeitszimmer in ein Papier-Chaos verwandelt, mein Verstand mit Blick auf die Zeit fast seinen eigenen Verstand verliert, ist es in mir leiser geworden. Eine Stille, eine liebvolle Ruhe macht sich breit. Der Altpapierberg wächst, die Ordner leeren sich und ich fühle ruhige Zufriedenheit, das gefällt mir. Mit jedem Ordner, den ich zurück ins Regal stelle fühle ich mich ruhiger, zufriedener und leichter.

Äußere Ordnung stimmuniert meine innere Balance

Eine wirklich tolle win-win-Situation: Das Erschaffen meiner äußeren Ordnungsaktion hat mein inneres Gleichgewicht wieder in Balance gebracht.

  • Es hat sich großartig angefühlt das Altpapier zu zerreißen.
  • Je leichter und klarer die Akten wurden, desto leichter und klarer fühlte ich mich.
  • Beim Sortieren ihrer Inhalte, habe auch ich mich neu sortiert.

Jetzt stehen vier erleichtere, frisch sortierte Aktenordner im Regal und ich muss immer wieder lächeln sobald ich sie anschaue. Ich freue mich darüber, wie gut mir diese Aktion im Außen geholfen hat, mich innerlich neu zu ordnen und friedlich auszubalancieren. Ein freundliche Gleichgewicht ruht in mir.

Innere Balance lässt unsere Vitalität und Lebensfreude blühen

Übrigens, meine anstehenden Aufgaben sind mir in den folgenden Tagen so viel leichter von der Hand gegangen, dass ich unter dem Strich keinen Zeitverlust durch die Ordner hatte. Im Gegenteil, ich habe erleichtert, beschwingt und ausgeglichen meine Arbeit erledigt. Und auch mein Verstand war begeistert.

Ordnung im Außen um in die eigene Ruhe, den eigenen Halt und Balance zu finden funktioniert überall und jederzeit: Handtasche oder Portemonnaie auskippen und aufräumen wirkt ebenso gut wie Kleiderschrank, Küchenschubladen, Garage oder Aktenordner klären.

4 Gedanken zu „Wie mein Herz & Verstand mit 4 Aktenordnern glücklich wurden“

  1. Danke liebe Caronlin, so eine Erfahrung habe ich auch gerade hinter mir. Der Vermieter sollte kommen und anstatt nur öberflächlich zu räumen umd zu polieren, habe ich das für eine Entrümplungs- und Streichaktion genutzt, viel zu viel eigentlich für 10 Tage, doch es hat alle sgepast, ich hatte allerdings auch viel Hilfe. Dafür fühlrt es sich jetzt traumhaft schön und klar an.
    LG Andrea

  2. Ich habe mir die ganze Zeit vorstellen können, wie ich meine Ordner oft nach paar Monaten entweder ausmiste oder wieder sortiere.

    Es hat sich bei mir im Kopf ein Film abgespielt, wo ich genau deine Zeilen mir vorgestellt habe.

    Wenn ich dich zitieren darf

    Ich nehme mir einen Ordner nach dem Anderen vor. Ich sichte, entmiste und sortiere neu. Derweil sich äußerlich mein Arbeitszimmer in ein Papier-Chaos verwandelt, mein Verstand mit Blick auf die Zeit fast seinen eigenen Verstand verliert, ist es in mir leiser geworden. Eine Stille, eine liebvolle Ruhe macht sich breit. Der Altpapierberg wächst, die Ordner leeren sich und ich fühle ruhige Zufriedenheit, das gefällt mir. Mit jedem Ordner, den ich zurück ins Regal stelle fühle ich mich ruhiger, zufriedener und leichter.“

    Du kannst dir vorstellen, wie der Müll sich steigert bei mir und der ARBeitsaufwand auch größer wird, aber auch die Lust weiter zu machen und die Zufriedenheit steigt auf.

    Vielen Dank für deinen schönen Beitrag, der mich an meine Arbeit errinert hat.

    LG Stephan

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